telegraphen_special zur IFA: WebTV – ist klassisches Fernsehen ein Auslaufmodell?

Foto: television (twicepix) / flickr

In den Achtzigern erlangten The Buggels mit dem Lied „Video Killed The Radio Star“ Weltruhm. Nach Jahrtausendwechsel und dem Siegeszug des Internets schickt sich nun das WebTV an, eben jene Fernsehwelt auf den Kopf und vielleicht sogar gänzlich in Frage zu stellen. Musik, Sport, Serien – jedes Genre hat einen eigenen Kanal im Internet. Programmredaktion ist überholt – man schaut was man will, wann man will. So verstehen Kinder auch nicht mehr, warum sie die Sesamstrasse nicht jederzeit sehen können. Im Internet geht das doch auch.

Zusammen mit dem Meinungs- und Debattenmagazin The European wollen wir während der IFA dem Medienwandel auf den Grund gehen. Wie werden wir in fünf Jahren fernsehen oder werden wir überhaupt noch fernsehen?

Unsere Impulsgeber diesmal:

Conrad Fritzsch, tape.tv: Gründer und Geschäftsführer des Musiksenders tape.tv. Ein Sender, der nur im Internet existiert.

Yousef Hammoudah, MTV Networks: Verantwortlich für die digitalen Aktivitäten des Musiksenders in Nordeuropa und damit an der Schnittstelle von digital und TV.

Wolf-Christian Ulrich,  ZDF log in: Moderator der Sendung ZDF log in, die “seiner Meinung nach coolste Talkshow im deutschen Fernsehen.”

Moderation:

Luisa Vollmar, Deutsche Telekom

Louisa Löwenstein, The European

Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten bitten wir um vorherige Anmeldung (siehe unten). Wir schicken dann eine Bestätigung per E-Mail.

Zusagen erfolgen nach dem Prinzip „first come, first serve“. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Im Anschluss lassen wir die Diskussion im persönlichen Gespräch am Grill ausklingen.

telegraphen_special

Freitag, 2. September, 19:00 Uhr

4010 Telekom Shop, Berlin Mitte

Deutsche Telekom AG

Alte Schönhauser Straße 31, 10119 Berlin

Warum „telegraphen_special“:

Online ist gut, aber ab und an lohnt es sich in Echtzeit miteinander zu sprechen. Da wir die „ursprüngliche“ Form der Kommunikation wählen, nennen wir die Veranstaltung nach einem ursprünglichen Gerät der Telekommunikation: dem Telegraphen.

Bei telegraphen_lunch und _lounge treffen wir uns regelmäßig in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom Berlin. Zu passenden Gelegenheiten veranstalten wir aber auch schon mal ein _special an anderen Orten.

Dieses Mal in Kooperation mit The European:

The European will wichtige gesellschaftliche Fragen ansprechen, Debatten anstoßen und sie vorantreiben. In einer pluralen, demokratischen und säkularen Gesellschaft gibt es keine absoluten Wahrheiten. Den argumentativen Diskurs gewinnt der, der wahrhaftig und wohlbegründet seinen Standpunkt vertritt. Diese Diskursivität ist ein wichtiges Kennzeichen der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte. Und das gefällt uns!

Kommentare (4)

  1. Peter says:

    Ich glaube das normale Fernsehen wird so bald nicht aussterben. WebTV ist in meinen Augen gegenwärtig eher als Ergänzung und nicht als Substitut zu sehen. Zumal man leider immer noch nicht überall einen ausreichend schnellen Internetanschluss (DSL, Kabel, LTE oder was auch immer) bekommt. Außerdem sind IPTV Angebote leider immer noch nicht so fehlerfrei wie herkömmliches Fernsehen. Otto-Normal-Verbraucher ohne besondere technische Affinität wird da schnell genervt sein, wenn auch noch das TV abstürzt.

    MfG

  2. Michael says:

    Zitat:
    “Wie werden wir in fünf Jahren fernsehen oder werden wir überhaupt noch fernsehen?”
    Anmerkung dazu:
    Wenn man gerade mal per LTE oder mit noch weniger versorgt ist, kann man sich so eine Überlegung in den nächsten Jahren getrost sparen.
    Wenn Glasfaser, welche bis zum letzten Verteiler (FTTC) oder gar bis in den Keller geht (FTTB), weiterhin nur für ISDN- und Analog-Anschlüsse genutzt werden, dann erscheint so eine Fragestellung schon aberwitzig.
    Wie soll sich etwas mit privaten Investitionskosten durchsetzen, wenn man nicht weiß, ob man ab dem nächsten Umzug wieder darauf verzichten muss?
    Manche Internet-Anbindungen reichen bestenfalls für einen Videokanal – oder nicht mal dafür. Wollen verschiedene Personen in einem Haushalt unterschiedliche Kanäle nutzen, nimmt die Anzahl der dafür passenden Internet-Anbindungen merklich ab.
    Hat man auch daran schon mal gedacht?

  3. Pingback: The European startet mit telegraphen Medien-Kooperation | The European Blog

  4. Michael says:

    Wie wird das Fernsehen in 5 Jahren aussehen:
    Das Digitale Kabel und Satelitenfernsehen wird weiter bestehen als Grundversorgung. Jedoch wird der Trend von Heute sich weiter ausbreiten Entertain, SKY oder andere Premiumdienste zu nutzen. Fernsehen wird dann aber nicht mehr der Wohnung vorbehalten. 26″ TV zum Tragen, iPhone App als Wifi Fernbedienung. So kann der Fernseher im Garten über den Receiver im Wohnzimmer per WLAN versorgt werden. Pure Vernetzung von Shops, inet etc alles am TV im Fernseher, PC, Taplet iPhone. Den Artikel aus der Werbung oder der Sendung vormerken oder direkt kaufen.
    Es kann viel passieren aber solang der Konkurenzkampf nicht konstruktiv und innovativ bleibt wird es eher schleppend.

    Ende der GEZ muss her

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