
Ein Roboter, der meinen Haushalt schmeißt, ein Kühlschrank, der die Einkaufsliste selbst generiert, ja ein komplettes Haus, das sich fernsteuern lässt… Bei den Jetsons, McFlys und Co. hat man damals noch drüber geschmunzelt, wie man sich die Zukunft so vorstellt. Und jetzt sind wir irgendwie schon da, ja fast schon mittendrin. Mit Luna von Robodynamics soll man sich beispielsweise einen Haushaltsroboter à la Rosie aus der Familie Jetson ins Heim holen können – habe ich bei neuerdings.com gelesen. Ob der dann auch meine Wäsche macht und die Geschirrmaschine ausräumt, ist allerdings nicht ganz klar…
Weit weniger nach wahr gewordener Science-Fiction-Serie hören sich die Entwicklungen rund um das intelligente Haus an, bei dem mein elektrischer Haushalt quasi mitdenkt. Durch Datenvernetzung und Fernsteuerbarkeit kann die Waschmaschine beispielsweise nicht nur meine Wäsche säubern, sondern die Waschung auch noch so terminieren, dass ich von günstigem Strom profitiere. Der ein oder andere mag in diesem Zusammenhang schon mal den Begriff „Smart Meter“ gehört haben. Das sind digitale Strom-, Wasser- oder Wärmezähler, die den Verbrauch anzeigen und an den Versorger übermitteln. Durch interne Vernetzung können diese im intelligenten Haus auch noch die optimale Zeit für Stromverbrauch ermitteln und meine Haushaltshelferlein interaktiv und lastoptimiert anschmeißen, ohne dass ich ein Auge drauf haben muss.
Für einige ist dies noch Zukunftsmusik, doch für Holger Knöpke, der bei der Telekom für die Themen rund um das vernetzte Haus zuständig ist, ist die Zeit fürs intelligente Haus gekommen. An den Voraussetzungen hat die Telekom in den letzten Jahren kräftig gearbeitet und den Netzausbau vorangetrieben. Außerdem haben sich Smartphones und Tablet-Computer als Steuergeräte etabliert. Viele nutzen ihre Smartphones schon jetzt als Schaltzentrale für Stereoanlage, Fernseher und Co. Warum sollten da nicht auch die Haushaltsgeräte dazukommen? Und auch die Debatten um Umweltschutz und Atomenergie machen viele Verbraucher empfänglich für Möglichkeiten des umweltschonenden Energieverbrauchs. „Die Menschen leben heute in einem immer mobileren und flexibleren Alltag. Gemeinsam mit unseren Partnern helfen wir dabei, diesen Alltag zu erleichtern und gleichzeitig den ökologischen wie ökonomischen Ansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden“, da ist sich Holger Knöpke sicher.
Daher hat sich die Telekom intensiv mit dem Thema vernetztes Haus auseinandergesetzt und entwickelt gemeinsam mit E.ON, EnBW, eQ-3 und Miele eine technische Plattform für die vielfältigen Anwendungsformen im intelligenten Haus. Unsere Partner bringen bei dieser Kooperation ihr branchen- und produktspezifisches Wissen ein und die Telekom ihr Wissen rund um Kommunikationshardware und -software sowie -netze. Heraus kommt die Plattform „Smart Connect“, die wir ab Mitte 2012 anbieten werden. Diese ermöglicht die Fernsteuerung und Bedienung von Fenstern, Beleuchtung, Alarmanlagen, Haushaltsgeräten und Rollläden mit einem Smartphone oder Tablet. Vorteil für den Verbraucher ist eine sichere integrierte Lösung statt einzelner Insellösungen, die nicht miteinander kompatibel sind. Im Moment existieren bei der Hausvernetzung noch um die 20 verschiedene Standards. Da ist es Zeit für eine offene, einfache und flexible Lösung.
Die Plattform funktioniert übrigens unabhängig vom Telekommunikationsanbieter an jedem Breitbandanschluss. Weitere Partnerschaften mit Herstellern von Hausgeräten und Gebäudetechnik sowie Anbietern von Sicherheitslösungen und Energieversorgern sind auch schon in Arbeit.
Update: Zwei weitere Partner haben wir nun von der Zukunftsfähigkeit von Smart Connect überzeugt. Seit Kurzem sind Samsung und Winkel Solarsysteme, ein Projektierer und Installateur von Fotovoltaiksystemen, mit dabei.
Auch das Bundeswirtschaftsministerium ist mit an Bord durch die Förderung des Innovationszentrum Connected Living. In diesem Partnernetzwerk werden branchenübergreifend Technologien der Smart-Connect-Plattform erprobt sowie Ideen und Geschäftsmodelle rund um das vernetzte Zuhause konzipiert.
Was ich persönlich mir von Smart Connect verspreche: Beim nächsten Mal, wenn mir einfällt, dass ich die Kochplatte angelassen habe, brauche ich nicht panisch nach Hause zu fahren, sondern kann entspannt nach meinem Smartphone greifen
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Welche Anwendung würdet Ihr Euch von einer Plattform wie Smart Connect wünschen? Ich bin gespannt.
Bei den intelligenten Hausgeräten sollte der Herd automatisch abschalten, weil die Pfanne/ Kochtopf bereits gemeldet haben, dass das Essen gar ist. Und die Kinder haben bereits auf ihren Smartphones die Meldung, dass sie zum Essen kommen können.
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Ich wünsche mir, dass ein Einbruch automatisch bei der Polizei gemeldet wird oder wenn man aus dem Urlaub zurück kommt, dass die Heizung bereits an ist und es schön kuschelig warm ist. Oder von unterwegs die Kaffeemaschine angemacht werden kann.
Hallo, was noch sehr cool ist, durch die Vernetzung zuhause kann ich mein Blutdruck Messen ? Also ich habe da so ein tolles Tool von Medisana und das Produkt kann nur hier bei der Telekom, also den dock dazu, kaufen . ps der link http://www.t-mobile.de/medisana/0,22637,26043-_,00.html
Zitat:
“Die Plattform funktioniert übrigens unabhängig vom Telekommunikationsanbieter an jedem Breitbandanschluss.”
Anmerkung hierzu:
Solange es nicht möglich ist, allen einen flächendeckenden, kabelgebundenen Breitbandanschluss mit entsprechenden Bandbreiten und entsprechender Qualität zu bezahlbaren Kosten zur Verfügung zu stellen, wird dies weiter Science-Fiction für genügend Menschen in Deutschland bleiben…
Ich frage mich bei all den dollen Zukunftsversprechen was mit dem Thema Sicherheit ist? Möchte ich wirklich das auf fast jedes Gerät von außen per Internet zugegriffen werden kann? Wie wird das System gegen einen unbefugten Zugriff gesichert? Theoretisch könnten Spaßvögel die Badewanne unvollendet laufen lassen wärmend ich nicht da bin, um mal ein recht geringes Bedrohungspotential zu nennen. Oder gleich das gesammte Haus hijacken und damit meiner Kontrolle entziehen?
Schöne neue Welt!
Hallo Sebastian,
Sicherheit ist bei Smart Connect natürlich ein wichtiges Thema. Die Telekom wird die neuesten Sicherheitstechnologien einsetzen, um das „vernetzte Haus“unserer Kunden zu schützen.
Die Sicherheit der Heimautomatisierung ist hauptsächlich durch die Sicherheit der eingesetzten Feldbussysteme geprägt, die die Kommunikation zwischen den Endgeräten des Kunden und der Smart Connect Basisstation regeln. Es gibt kabelgebundene Systeme und funkgestütze Systeme. Bei den funkgestützen Systemen hängt die Sicherheit insbesondere durch die im Feldbussystem eingesetzte Schlüssellänge ab. Für den Zugriff auf die Home Management Basisstation über das Internet gelten die gebräuchlichen Internetstandards wie https-Verkehr (Das HTTPS-Protokoll wird zur Verschlüsselung und zur Authentifizierung der Kommunikation zwischen Webserver und Browser im Internet verwendet) sowie die Abfrage zum Beispiel nach Benutzernamen und Passwort.
Viele Grüße
Luisa
Sehr interessant! Erleichtert das Leben, erhöht die Sicherheit, hilft zu sparen und sich umweltfreundlich zu verhalten…….
Die Frage, die sich hier stellt ist, wie fehleranfällig ist das “vernetzte Haus”? Ich kann mir vorstellen, dass Folgen, wie Aufgehen aller Lichter, wenn man gerade schläft oder Heizungsausfall wären hierbei das kleinste Übel. Wie ist es gesichert, dass so etwas nicht passiert?
Hallo Malgorzata,
Wie Gero hier auch geschrieben hat, kann in unserer technologisierten Welt natürlich trotz höchster Absicherung immer mal ein Fehler auftreten. Bei der Smart Connect Plattform lässt sich daher alles auch im Fall der Fälle manuell steuern. Und Du kannst über verschiedenen Endgeräte darauf zugreifen. Sollte also das Smartphone ausfallen, geht es noch über ein weiteres Gerät.
Gruß
Luisa
Hat sich schon jemand gedanken gemacht den AB neu zu erfinden….ich schon….könnte ne dolle sache für jedermann sein!
Gruß an die, die sich mit neuen technologien befassen….
Hallo Malgorzata,
leider können in der modernen technik immer fehler auftreten, da macht auch das vernetzte haus keine ausnahme. Man könnte aber die steuerung mit einen 2ten pc kontrollieren. Bedeutet…mit entsrechender software die steuerung auf pc1 überwachen, sollte wider erwarten was schief laufen oder pc1 stürzt ab so könnte pc2 eingreifen.
Gruss….Gero
Sehr geehrte Frau Vollmar,
wie ich sehe hat sich hier keiner gedanken über einen neuen AB gemacht…Schade…hätte gern mit Malgorzata einige gedanken ausgetauscht !
Können sie mir eine adresse nennen wo ich diese idee vermarkten kann?
Mit freundlichen Grüßen…….Gero
Hallo Gero,
schicken Sie uns Ihre Idee doch mal (http://blogs.telekom.com/kontakt/). Vielleicht ist es ja interessant. Dann reichen wir es hier intern mal an die entsprechenden Stellen. Gibt keine Garantien, aber versuchen kann man es ja
Gruß
Luisa Vollmar
Hallo Frau Vollmar,
vielen dank für den tip…..habe unter der adresse meine innovation kurz beschrieben.
Ihre meinung darüber wäre sehr interessant für mich
m.f.G…….Gero
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Hallo Wolthaus,
leider etwas spät. Aber im Zuge der Themenfindung für meine Bachelorarbeit bin ich auf diesen Artikel gestoßen und möchte dir mitteilen, dass man bereits die Heizung so programmieren kann, dass sie sich einschaltet einen Tag vor Heimkehr aus dem Urlaub.
Schönen Gruß,
Matthias
@Matthias B.
Was ist daran so besonders? Geht schon seit 15 Jahren bei unserem Heizkessel. Dafür brauch ich kein Smart Connect. Einschalten und gut!
@Joschi
Hallo Joschi.
Gleiches sagte ich ja. Etwas besonderes ist es nur dann, wenn sich die Heizung einschaltet, wenn der Strom billig ist. Dazu benötigt man Smart Grid. Die Frage ist nur, wer entscheidet, wann Strom günstig ist. Eventuell fällt der Preis ja noch weiter. Ich muss also auch den gewünschten Preis vorgeben können oder angeben, wann die Heizung auf alle Fälle anlaufen muss, damit ich (noch) eine warme Wohnung habe, wenn ich Heim komme.
Aber alles in allem muss ich sagen, dass ich es sehr schön finde, wie viele Leute sich Gedanken dazu machen, Smart Grid in ihren Alltag zu integrieren und sich dadurch nicht nur einen Vorteil des Kostenersparnisses schaffen, sondern sich auch das Leben leichter machen und gleichzeitig den Ursprungsgedanken des Umweltschutzes unterstützen. Ich denke bei Smart Grid an alles, was warten kann. Ein Essen, das ohnehin auskühlen muss,… kann also auch bei niedrigen Strompreisen innerhalb eines Zeitrahmens gekocht/gebacken werden.
Vielleicht war ich jetzt etwas genauer und schaffe neue Anregungen.
Liebe Grüße Matthias
http://twitter.com/#!/MatthBerk
Zitat:
“Welche Anwendung würdet Ihr Euch von einer Plattform wie Smart Connect wünschen? Ich bin gespannt.”
Anmerkung dazu:
Wenn sich so etwas wie Smart Connect mal umfangreicher durchsetzen soll, muss es auch an einem Schmalband-Anschluss funktionieren, da es hierzulande ggf. noch Jahre bis Jahrzehnte dauern kann, dass halbwegs flächendeckend eine zeitgemäße Breitbandversorgung sichergestellt werden kann…
(Selbst in Großstädten wie Dresden kann es immer noch passieren, dass man ohne einen kabelgebundenen Breitband-Anschluss auskommen muss.)
Ich könnte mir beispielsweise Steckdosen mit Smart Grid vorstellen. Diese ermöglichen mir dann meine Geräte, wie Laptop, Fotokamera, Handy,… in der Nacht zu günstigen Strompreisen zu laden. Über Kühlschränke und Gefriertruhen kann man auch nachdenken. Immerhin müssen diese Geräte nicht dauerhaft kühlen. Sie haben etwas Spielraum mal wärmer oder kälter zu sein.
Matthias
https://twitter.com/#!/MatthBerk
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