Es gibt viele Wege, sich kennen zu lernen…Ob über Facebook, Onlinebörsen oder direkt auf Events. Und irgendwie ist es immer das gleiche Spiel: Warte ich, bis er zu mir kommt oder soll ich ihn einfach ansprechen? Und dann noch die Frage ganz tief in einem drin: Bin ich wirklich schon bereit dazu?
Sicherlich…von der Theorie her ist alles klar, aber kann ich das alles auch in die Praxis umsetzen? Der erste Job ist gar nicht so einfach. Und manchmal erinnert es wirklich an die Suche nach dem ersten Freund. Ihr glaubt mir nicht? Nun, ich beweise es euch.
Phase 1: Das Kennenlernen.
Die Anforderungen sind hoch. Schließlich haben viele die Vorstellung, dass diese Beziehung fürs Leben halten muss. Da will man schon ganz genau hinsehen, mit wem man diese Bindung auch eingeht. Der Arbeitsmarkt ist groß. Und genau wie in einer Disco siehst du nur zahlreiche potentielle Partner, von denen du kaum etwas weißt. Alle abchecken geht nicht. Sicherlich ist es hilfreich, bei solch einer Wahl auch deine Freunde mit ins Boot zu holen. Aber Achtung: Am Schluss zählt nur dein Bauchgefühl. Denn wie ein Mensch und genauso ein Unternehmen innerlich tickt, kann man vom Äußeren nicht beurteilen. Deshalb nimm allen Mut zusammen und entscheide dich. Jetzt heißt es um- bzw. bewerben.
Phase 2: Warum ruft er nicht an?
Ok. Der erste Kontakt ist hergestellt. Und nun? Man starrt auf das Smartphone. Nein, natürlich bin ich viel zu cool, um nur auf seine Nachricht zu warten….Doch irgendwie klickt man dann doch alle fünf Minuten auf den Aktualisierungsbutton. Fragen über Fragen schwirren im Kopf rum: Will er wirklich was von mir oder lässt er mich abblitzen? Kann wirklich ich ihn überzeugen? Und dann….piep, piep…eine Nachricht: die Einladung zum ersten Date (alias das Vorstellungsgespräch). Ich hab es geschafft, er hat Interesse! Jetzt heißt es Vorbereitungen treffen: Haare, Make-up und natürlich den gesamten Kleiderschrankinhalt am Boden verteilen, um anschließend festzustellen, dass man rein gar nichts Passendes zum Anziehen hat. Mist!
Und liebe Frauen: Männer lässt man warten, Bewerbungsgespräche nicht.
Phase 3: Das erste Date.
Da steht er nun vor dir: groß, ehrgeizig und auch noch musikalisch. Alles was du rauskriegst, ist ein schüchternes: “Hallo?!?”. Und das Kopfkino beginnt: “Wie seh ich aus?”, “Gefall ich ihm?”, “Bin ich langweilig?”, “Was soll ich ihm nur über mich erzählen?”…Stop!!! Notbremse!!!
Nur weil er dich eingeladen hat, stehst du nicht gleich auf dem Prüfstand. Schau auch du dir ihn genau an. Passt er denn auch zu dir? Findest du ihn sympathisch? Kannst du dir mit ihm eine gemeinsame Zukunft vorstellen? Erst wenn du diese Fragen mit “Ja” beantwortet hast – und wirklich erst dann – zeig auch du ihm, dass du die Richtige für ihn bist. Erzähl ihm, was dich für ihn einzigartig macht und wickel ihn mit deiner Persönlichkeit um den Finger. Glaub mir, den nächsten Schritt wird er von ganz allein machen.
Phase 4: Es ist offiziell – Wir sind ein Paar!
Du hast es geschafft. Diesen Tag wird „frau“ nicht vergessen. Ihr habt euch gefunden. Gemeinsam taucht ihr in eine neue Welt voll von Schmetterlingen und Kosenamen. Statt Schatzi und Hasebärchen bewegen wir uns hier jedoch in der Namensgebung bei Spitznamen wie Junior IT-Architect, Junior Solution Consultant SAP SD/CRM. Sicher, dieses ganze Umfeld ist komplett neu für dich, aber… du bist nicht alleine! Denn es nimmt dich jemand an der Hand, egal, welchen Schritt du gehst. Daher vergiss bei Fragen allgemeine Ratgeber wie Dr. Sommer & Co. Frage deine Mitmenschen direkt. So kannst du die aufregende Anfangszeit in vollen Zügen genießen.
Phase 5: Wenn der Alltag in die Beziehung einkehrt.
Allmählich vergraut die rosarote Brille? Ganz normal. Langsam lernst du eben auch die Macken des Gegenüber kennen. Aber heißt das jetzt gleich, Schluss und auf Nimmerwiedersehen? Auf keinen Fall. Du musst deinen Horizont einfach nur erweitern, auch mal über den Tellerrand gucken. Zeige dich vielfältig: gemeinsam habt ihr viele Möglichkeiten, wieder Schwung in eure Beziehung zu bringen. Wenn ihr also nicht auf der lila-blass-blau-geblümten Couch der Eheberatung landen wollt, ergreift selbst Initiative. Nur so können neue, innovative „Projekte“ geschaffen werden
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(Und sollte wirklich einmal die Decke auf dem Kopf fallen, versuche es mit einer kleinen Auszeit.)
Deshalb habt keine Angst vor etwas Neuem. Probiert es einfach aus. Zurück kann man immer noch. Ich habe den Einstieg in die Arbeitswelt gewagt und bin glücklich damit. Denn wenn ihr selbst fest an euch glaubt, ist es auch ganz einfach – sowohl im Job als auch in der Liebe.


Kann ich bestätigen. Ich hatte auch Bammel vorm Berufseinstieg, aber es ist gar nicht so schlimm wie man denkt. Ich kann nur raten, schon während des Studiums Praktika zu machen. So kann man sich langsam der Berufswelt annähern.