Was ist das Erfolgsrezept fürs eigene, innovative und global erfolgreiche Unternehmen? Ich vermute: 1) eine geniale Idee, 2) die richtigen Leute an Bord, 3) Ausdauer, 4) viel Kaffee und 5) ganz wichtig: ne Garage. Punkt 4) kann ich nicht versichern, aber in den übrigen Punkten scheint dies zumindest bei Apple geklappt zu haben. 1976 haben Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne die Apple Computer Company in Jobs’ Garage in Los Altos, Kalifornien aus der Taufe gehoben. Ihre genialen Ideen flossen in den ersten Apple Computer, der damals noch in einem selbst gezimmerten Holzgehäuse steckte. Der Rest ist Geschichte…
Ob das auch heute noch so funktioniert wie bei Apple, das wollte ich gerne wissen. Also habe ich die gefragt, die es wissen müssten: Start-Up Unternehmen, oder solche, die es mal waren. Die Gelegenheit dazu bot sich letzten Freitag bei den T-Venture Open in Berlin. Kein Tennisturnier, sondern eine Veranstaltung der T-Venture, dem Wagnis-Kapital-Unternehmen der Telekom und als solches eines der führenden weltweit. T-Venture unterstützt junge innovative Unternehmen, die wirtschaftliche und technologische Synergien zur Telekom aufweisen, beim Auf- und Ausbau ihres Geschäfts. Nicht nur durch die Bereitstellung von Venture Capital, sondern auch durch Expertenberatung. Der Zugang zum Netzwerk, Vertrieb und der großen Kundenbasis der Telekom verschafft ihnen zusätzlich einen Schub für den erfolgreichen Start in die Wirtschaft. Die Telekom erhält dann im Gegenzug die Möglichkeit, diese innovativen Produkte und Dienstleistungen in ihr Portfolio aufzunehmen.
Alle zwei Jahre veranstaltet T-Venture dieses Event. Dort treffen sich Unternehmen, die schon mit T-Venture zusammen arbeiten und solche, die sich das gut vorstellen könnten, mit Wagnis-Kapitalgebern, so genannten Venture Capitalists, und Vertretern aus dem Telekom-Management zum intensiven Austausch und Netzwerken. Vier Start-Up-Gründer, in deren Unternehmen T-Venture investiert hat, habe ich bei dieser Gelegenheit vor die Kamera bekommen und sie gefragt, was es denn eigentlich braucht, von der guten Idee bis zum funktionierenden Produkt am Markt. Sven Külper, CEO und Gründer von myTaxi, 9flats-Chef Stephan Uhrenbacher, Frank Wagner, Chef von jamii, und Greg Woock, Pinger-CEO, nannten neben der genialen Idee die „richtigen und guten Leute“ sowie Durchhaltevermögen. Und alle waren sich darin einig, dass es auch die finanziellen Mittel braucht, um erfolgreich in den Markt zu starten. Ihre O-Töne könnt Ihr Euch im Video anschauen.
Das Erfolgsrezept der 70er ist also noch topaktuell. Doch mit etwas mehr Startkapital als 1.750 US Dollar hätten die Apple Gründer vielleicht ein bisschen weniger Ausdauer bis zum ersten Erfolg gebraucht…

Ein seht interessanter Beitrag.